Paeonia Spezies Glossar Seite


Blütenstand
(Inflorescenzce)
oberer Teil des Blütenstengels beginnend von der untersten Ast-Verzweigung oder Blüte
Braktee
(bract)
grünes Laubblatt am Blütenstengel meist unterhalb einer Verzweigung (oder manchmal ohne Verzweigung, selten mit einer Proliferation); viel kürzer wie normale Laubblätter
Brakteole grünes Laubblatt am Blütenstengel direkt unterhalb einer Blüte; meist kürzer wie ein paar Zentimeter
Caudex Wurzel, welche jedes Jahr dicker wird und aus welcher im Frühling neue Triebe aus dem Boden entwickeln
Diploid zweifacher Chromosomensatz, welches für Hemerocallis Spezies normal ist (2n=22 Chromosomen)
Epigäische Keimung (epi, griech.: über/auf; gae, griech.: Erde); bei der Keimung werden die Keimblätter über die Erdoberfläche getrieben und dienen der Assimilation, d.h. sind die ersten grünen Blätter (im Gegensatz zur hypogäischen Keimung).
Pfingstrosean mit epigäischer Keimung sind: P. tenuifolia, P. brownii, P. rockii
Fruchtblatt
(carpel)
Kapsel welche die Samen schützt, d.h. beinhaltet die Samenanlage; eine Paeonia-Blüte besitzt normalerweise 1 bis 7 (manchmal sogar noch mehr) Fruchtblätter
Fruchtkapsel
(follicle)
enthält die Samen
Fruchtknoten
(ovary)
weiblicher Teil der Blüte; darin liegen die Samenanlagen und bei Befruchtung entwickelt sich daraus die Frucht mit den Samen darin
Griffel
(style)
unterer Teil des Stempels; das untere Ende ist am Fruchtknoten angewachsen und das obere Ende trägt die Narbe; Griffel und Narbe zusammen bilden den Stempel (weiblicher Rezeptor-Teil der Blüte)
hypogäischen Keimung (hypo, griech.: unter; gae, griech.: Erde); bei der Keimung bleiben die Keimblätter unter der Erdoberfläche und haben keine Assimilations-Funktion, sondern liefern die Nährstoffe für die ersten echten Blätter (im Gegensatz zur epigäischen Keimung).
Kelch
(Perianth)
Blütenhülle, Hüllblätter, Kelch (ohne Krone) bestehend aus den Sepalen; d.h. der äussere Teil der Blüte, deren Blätter die Knospe umgeben und meist grün sind (manchmal aber auch die Farbe der Krone annehmen können wie bei den Hemerocallis)
Krone
(corolla)
Blütenblätter ohne Kelch bestehend aus den Petalen; d.h. der innere Teil der Blüte, deren Blätter zumindest unten am Ansatz von den Kelchblättern umgeben sind
Narbe
(stigma)
oberster Teil des Stempels; das untere Ende ist am Griffel angewachsen; der einzige Rezeptor für Pollen um die Blüte zu befruchten; Griffel und Narbe zusammen bilden den Stempel (weiblicher Rezeptor-Teil der Blüte)
Perianth
(= Kelch)
Blütenhülle, Hüllblätter, Kelch (ohne Krone) bestehend aus den Sepalen; d.h. der äussere Teil der Blüte, deren Blätter die Knospe umgeben und meist grün sind (manchmal aber auch die Farbe der Krone annehmen können wie bei den Hemerocallis)
Perigon Blütenblätter, Tepalen, also Kelch- und Kron-Blätter (Sepalen und Petalen); d.h. alle Blätter die die Sexualorgane der Einzel-Blüte umgeben
Petal von "petalum" bedeutend "Blatt"; innere Blütenblätter/-Segmente; alle zusammen von einer Blüte werden als Krone bezeichnet
Pollen männliche Geschlechtszellen der Pflanzen; Blütenstaub besteht aus vielen Pollen; Farbe ist gelb bis orange bei Hemerocallis
Rhizom unterirdischer "Stamm" von dem aus neue Triebe an die Erd-Oberfläche wachsen
Samenanlage
(ovule)
innerhalb des Fruchtknotens in welchem sich nach Bestäubung die Samen entwickeln
Scheibe
(disk)
Blütenteil an der Basis der Fruchtblätter (Carpels); manchmal (normalerweise bei Strauch-Pfingstrosen) wächst es in Gewebe, welches die Fruchtblätter teilweise oder ganz umgibt
Sepal von "sepalum" bedeutend "bedecken"; äussere Blütenblätter/-Segmente, welche im Knospenstadium die Petalen umgeben/schützen und alle zusammen von einer Blüte als Kelch (Perianth) bezeichnet werden
Staubbeutel
(anther)
oberster Teil des Staubgefässes; das untere Ende ist am Staubfaden angewachsen; im Staubbeutel werden die Pollen produziert; Staubfaden und Staubbeutel zusammen bilden das Staubgefäss (männlicher Teil der Blüte)
Staubfaden
(filament)
unterer Teil des Staubgefässes; das untere Ende ist an der Basis der Petalen angewachsen (zumindest bei Hemerocallis) und das obere Ende trägt den Staubbeutel; Staubfaden und Staubbeutel zusammen bilden das Staubgefäss (männlicher Teil der Blüte)
Staubgefäss
(stamen)
zusammengesetzt aus Staubfaden und Staubbeutel; ist am unteren Ende an der Basis der Petalen angewachsen (zumindest bei Hemerocallis); männlicher Teil der Blüte
Stempel
(pistil)
zusammengesetzt aus dem Griffel und der Narbe; ist am unteren Ende am Fruchtknoten angewachsen; weiblicher Rezeptor-Teil der Blüte
Tepal Anagram für "Petal", um eine Unterteilung des Perigons anzuzeigen
Tetraploid vierfacher Chromosomensatz (2n=20 Chromosomen); viele Paeonia Spezies haben nur einen zweifachen Chromosomensatz (d.h. diploid), aber einige Stauden-Pfingstrosen haben einen vierfachen Chromosomensatz, manchmal aber auch nur einen zweifachen
Triploid dreifacher Chromosomensatz (2n=15 Chromosomen); man sagt, dass die Itoh Hybriden (d.h. Kreuzung zwischen einer Stauden- mit einer Strauch-Pfingstrose) triploid sind und somit nur selten Samen produzieren, welche noch seltener keimen